Willkommen im sonnigen Tschernobyl: Verstrahlt, verseucht, vergiftet - eine Erkundung der schlimmsten Orte der Welt

By Andrew Blackwell

Eine Liebeserklärung an unsere zerstörte Welt

Während eines sechsmonatigen Aufenthalts in Indien fasziniert Andrew Blackwell nicht das Tadsch Mahal, sondern Kanpur, die Stadt mit der höchsten Umweltverschmutzung des Landes. Damit ist sein Interesse für Orte ungewöhnlicher und drastischer Umweltzerstörung geweckt! Er reist nach Tschernobyl, in einen kanadischen Ölsandtagebau, zum großen »Müllteppich« im Pazifik, in ein Kahlschlaggebiet am Amazonas …

Doch anstatt das Ende der Welt auszurufen, erzählt Andrew Blackwell von dem Schönen und Tragischen, dem Faszinierenden und Absurden dieser Orte und der Menschen, die dort wohnen. Mit journalistischem Scharfsinn und einer guten element trockenen Humors macht er deutlich, worum es eigentlich geht: Die Welt ist schön, selbst da, wo wir sie schon zerstört haben, und sie ist erhaltenswert. Ein Buch, das die Augen öffnet, und eine großartige Liebeserklärung an die einzige Welt, die wir haben.

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Als ich mich umblickte, sah ich Bildtelefone und Sicherheitskameras neben einem Regal mit Bastelpapier, Malbüchern und Buntstiften. Hinter uns befand sich eine Plastikoase aufwendig gestalteter Gartenbrunnen in shape von Baumstümpfen. Allmählich meinte ich eine ukrainische Begabung zum Eklektizismus zu erkennen. Und es gab tatsächlich Strahlungsdetektoren. PADEKC stand als Markenname auf der Verpackung. NHDNKATOP PADNOAKTNBHOCTN. Das Gerät conflict ein kleiner weißer Plastikkasten mit einer Digitalanzeige und drei runden Knöpfen. Es sah aus wie ein frühes iPod-Modell, wenn PADEKC iPod-Hersteller gewesen wäre. Schlicht und trendy, conflict es wie gemacht für hippe, junge Berufstätige unterwegs in das Gebiet einer nuklearen Katastrophe. Leonid – der Verkäufer – versicherte mir, dass das Gerät nicht nur Gamma-, sondern auch Alpha- und Betastrahlung messen könne. (Leonid hat gelogen. ) Er schaltete es an. »Russisches Fabrikat«, sagte er. Wir scharten uns um ihn. Das Gerät piepte ein paar Mal unsicher, dann leuchtete eine sixteen auf. Schien mir überzeugend. Ich berappte viel zu viele Hrywnia und warf den PADEKC in meinen Rucksack. Vor dem Geschäft bat Volod um etwas Geld. Ich hatte seinen Preis schon gefürchtet. »Sie sollten mir Wodkageld bezahlen«, sagte er ohne jede Ironie. »Eine gute Flasche kostet ungefähr zwölf Hrywnia. « Der Gegenwert einer Flasche Wodka in buck erschien ihm eine angemessene Entlohnung für eine Stunde Arbeit. Ich gab ihm zwanzig. Als er aufbrechen wollte, fragte ich ihn, ob er uns mehr über seine Zeit in Tschernobyl erzählen würde. Er hielt inne, wandte sich zu uns um, plötzlich viel größer. »Als ehemaliger sowjetischer Offizier kann ich das nicht«, sagte er. Und dann ging er seinen Wodka kaufen. * Das challenge mit Reaktor Nr. four conflict nicht so sehr, dass seine Sicherheitssysteme versagten – obwohl guy das durchaus so sagen kann –, sondern dass einige dieser Systeme deaktiviert worden waren. Nun könnten Sie natürlich argumentieren, wenn guy ein Atomkraftwerk mit einer Leistung von tausend Megawatt betreibt, sollte guy niemals auch nur eines seiner Sicherheitssysteme abschalten, aber … es gibt kein Aber. Sie hätten recht. Diese Systeme wurden von einer Truppe übereifriger Ingenieure abgeschaltet, die einige assessments am Kraftwerk durchführen wollten, und glaubten, sie könnten das ohne Sicherheitsvorkehrungen tun. Am Abend des 25. April 1986 starteten sie das test, mit dem sie herausfinden wollten, ob der Eigenbedarf des Reaktors an Energie bei einem Stromausfall durch die auslaufenden Turbinen gesichert werden könnte. Das ist in etwa so, wie wenn Sie Ihr automobile auf der Autobahn abwürgen und versuchen würden, seine Bewegungsenergie zu nutzen, um Strom zu erzeugen. Nur dass in diesem Fall ein intestine zehn Meter hoher Stapel Kernbrennstoff beteiligt warfare. Auch mehrere Stunden nach dem Wiederanlassen des Reaktors warfare dessen Leistung nicht hoch genug für das test, additionally zog guy immer mehr Steuerstäbe aus dem Reaktorkern, um die Kernspaltung zu beschleunigen. Inzwischen conflict jedoch der durch den Reaktorkern laufende Wasserstrom unter den normalen Pegel gefallen, sodass sich immer mehr Hitze und Dampf im Reaktor bilden konnten, wodurch die Gefahr einer Explosion bestand.

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